{"id":4585,"date":"2026-08-11T08:15:00","date_gmt":"2026-08-11T08:15:00","guid":{"rendered":"https:\/\/thetransatlanticledger.com\/?p=4585"},"modified":"2026-08-10T14:10:56","modified_gmt":"2026-08-10T14:10:56","slug":"gesig-warum-deutschland-ein-gesundheitssicherstellungsgesetz-braucht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/thetransatlanticledger.com\/de\/gesig-warum-deutschland-ein-gesundheitssicherstellungsgesetz-braucht\/","title":{"rendered":"GeSiG: Warum Deutschland ein Gesundheitssicherstellungsgesetz braucht"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Deutschland bereitet ein\u00a0<a>Gesundheitssicherstellungsgesetz\u00a0<\/a>(GeSiG) vor. Es soll regeln, wie die medizinische Versorgung in Krisen, bei Katastrophen sowie im B\u00fcndnis- und Verteidigungsfall aufrechterhalten werden kann. Noch liegt kein Referentenentwurf vor. Bekannt ist bislang vor allem die politische Zielrichtung: Das Gesundheitssystem soll resilienter werden, Zust\u00e4ndigkeiten sollen klarer geregelt, knappe Ressourcen besser gesteuert und zivile sowie milit\u00e4rische Strukturen enger miteinander verzahnt werden.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum ein GeSiG notwendig ist<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Handlungsdruck ist gewachsen. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie schnell Kliniken, Gesundheits\u00e4mter und Lieferketten an Grenzen geraten k\u00f6nnen. Naturkatastrophen wie die Flut im Ahrtal, terroristische Anschl\u00e4ge und Amoklagen haben zugleich deutlich gemacht, dass Deutschland auch auf pl\u00f6tzlich auftretende Massenanf\u00e4lle von Verletzten vorbereitet sein muss. Hinzu kommen hybride Bedrohungen, Cyberangriffe, l\u00e4nger andauernde Stromausf\u00e4lle und die sicherheitspolitische R\u00fcckkehr des B\u00fcndnis- und Verteidigungsfalls.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet nach eigenen Angaben an einem \u201esehr umfassenden und komplexen\u201c Gesetz. Einen konkreten Zeitplan nannte das Ministerium bisher nicht. Zuvor war aus dem politischen Raum und aus Verb\u00e4nden ein Referentenentwurf f\u00fcr September angek\u00fcndigt worden. Das Bundeskabinett hat am 1. Juli Eckpunkte zur \u00dcberpr\u00fcfung der bestehenden Sicherstellungs- und Vorsorgegesetze beschlossen. Darin wird ein Gesundheitssicherstellungsgesetz als bislang fehlender Baustein im Gef\u00fcge der deutschen Notstandsgesetze beschrieben&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><sup>,<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn2\"><sup>[2]<\/sup><\/a>,<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn3\"><sup>[3]<\/sup><\/a><\/sup>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Eine L\u00fccke im bestehenden Recht<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Deutschland verf\u00fcgt bereits \u00fcber zahlreiche Regelungen f\u00fcr besondere Lagen. Sie betreffen etwa den Katastrophenschutz, die zivile Verteidigung, die Energieversorgung, die Ern\u00e4hrung oder den Verkehr. Was bislang fehlt, ist jedoch ein einheitlicher gesundheitlicher Handlungsrahmen, der diese Bereiche miteinander verbindet und auf die besonderen Anforderungen des Gesundheitswesens \u00fcbertr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Regelbetrieb ist das deutsche Gesundheitswesen stark f\u00f6deral und arbeitsteilig organisiert. Krankenh\u00e4user, Arztpraxen, Apotheken, Rettungsdienste, Pflegeeinrichtungen und Gesundheits\u00e4mter handeln \u00fcberwiegend auf Landes- oder kommunaler Ebene. Der Bund setzt rechtliche Rahmenbedingungen, finanziert bestimmte Aufgaben und verf\u00fcgt \u00fcber Fachbeh\u00f6rden wie das Robert Koch-Institut, das Paul-Ehrlich-Institut oder das Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Im Krisenfall kann diese Aufteilung jedoch zum Problem werden: Wenn Entscheidungen schnell getroffen werden m\u00fcssen, ist unklar, wer anordnet, wer koordiniert, wer bezahlt und wer letztlich Verantwortung tr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein GeSiG muss deshalb zun\u00e4chst definieren, f\u00fcr welche Situationen es gilt. Eine Pandemie, ein regionales Hochwasser, ein fl\u00e4chendeckender Cyberangriff auf Kliniken, ein l\u00e4nger andauernder Stromausfall und ein bewaffneter Konflikt verlangen unterschiedliche Reaktionen. Ein Gesetz, das nur den formalen Spannungs- oder Verteidigungsfall ber\u00fccksichtigt, w\u00e4re zu eng. Ein Gesetz, das jede gr\u00f6\u00dfere St\u00f6rung automatisch zur nationalen Gesundheitskrise erkl\u00e4rt, k\u00f6nnte dagegen zu weit gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sinnvoll w\u00e4re ein abgestuftes Krisenmodell. So schl\u00e4gt beispielsweise der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie ausdr\u00fccklich unterschiedliche Verfahren f\u00fcr Friedenszeiten, Krisenlagen sowie B\u00fcndnis- und Landesverteidigungsf\u00e4lle vor. Dabei sollten Zust\u00e4ndigkeiten zwischen Bund, L\u00e4ndern und Fachbeh\u00f6rden klar festgelegt werden&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>. Ein solches Modell k\u00f6nnte Schwellenwerte definieren: Welche Lage bleibt kommunal oder regional? Wann \u00fcbernimmt das Land? Wann wird eine bundesweite Koordination aktiviert? Und wer stellt fest, dass eine solche Stufe erreicht ist?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidend ist dabei, dass das Gesetz nicht erst dann greift, wenn die politische Eskalation bereits eingetreten ist. Viele Krisen entwickeln sich schleichend. Lieferengp\u00e4sse, Personalausf\u00e4lle oder eine H\u00e4ufung von Infektionen k\u00f6nnen zun\u00e4chst regional begrenzt sein und dennoch binnen Tagen \u00fcberregionale Folgen haben. Das GeSiG braucht daher Fr\u00fchwarnmechanismen und die M\u00f6glichkeit, vorbereitende Ma\u00dfnahmen schon vor einer f\u00f6rmlichen Notstandserkl\u00e4rung einzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Klare F\u00fchrung statt Kompetenzsuche<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die zentrale politische Frage lautet: Wer f\u00fchrt im Ernstfall? Die Antwort darf nicht in einem Nebeneinander verschiedener Krisenst\u00e4be, Ministerien und Beh\u00f6rden bestehen. Deutschland braucht eine durchg\u00e4ngige F\u00fchrungs-, Melde- und Kommunikationsstruktur, die im Alltag vorbereitet und im Krisenfall sofort arbeitsf\u00e4hig ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundes\u00e4rztekammer regt an, die Reaktionsf\u00e4higkeit des \u00d6ffentlichen Gesundheitsdienstes zu erh\u00f6hen und die Zusammenarbeit zwischen Bund, L\u00e4ndern und Kommunen zu st\u00e4rken. Daf\u00fcr seien einheitlichere und digital unterst\u00fctzte Schnittstellen notwendig. Auch f\u00fcr den Ausfall regul\u00e4rer Kommunikationswege m\u00fcssten alternative Systeme vorgesehen werden&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Naheliegend w\u00e4re ein gemeinsames Lagezentrum Gesundheit, das ein bundesweites gesundheitliches Lagebild erstellt und die notwendigen Entscheidungen vorbereitet. Die Bundes\u00e4rztekammer schl\u00e4gt vor, eine solche Struktur im Krisenfall beim Nationalen Sicherheitsrat anzusiedeln \u2013 unter Beachtung der verfassungsrechtlichen Kompetenzordnung und mit ausreichenden personellen Kapazit\u00e4ten. Ein Lagezentrum d\u00fcrfte allerdings nicht nur ein weiterer Informationsknoten sein. Es m\u00fcsste \u00fcber klar definierte Befugnisse, ein festes Personal und belastbare Verbindungen zu L\u00e4ndern, Kommunen, Kliniken, Rettungsdiensten und Sicherheitsbeh\u00f6rden verf\u00fcgen&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das bedeutet nicht, dass der Bund im Krisenfall automatisch s\u00e4mtliche Kompetenzen an sich ziehen sollte. Die L\u00e4nder bleiben f\u00fcr wesentliche Bereiche des Gesundheitswesens und des Katastrophenschutzes zust\u00e4ndig. Ein wirksames Gesetz muss deshalb die f\u00f6derale Ordnung respektieren und zugleich verhindern, dass 16 unterschiedliche Krisenstrategien entstehen. Einheitliche Mindeststandards, gemeinsame Lagebilder und verbindliche Meldewege k\u00f6nnten den Ausgleich schaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zw\u00f6lf thematisch relevante medizinische Fachgesellschaften hatten bereits Anfang 2025 einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, in dem sie eine bundeseinheitliche Governance und Finanzierung der Notfall- und Katastrophenversorgung verlangen. Sie fordern au\u00dferdem eine \u00fcbergeordnete F\u00fchrungsstruktur sowie einheitliche Organisations- und Kommunikationsregeln in Krankenh\u00e4usern und mit externen Partnern. Das ist besonders wichtig, weil ein Gro\u00dfschadensereignis nicht an Landesgrenzen endet. Verletzte m\u00fcssen gegebenenfalls \u00fcberregional verteilt, Rettungsmittel aus anderen Bundesl\u00e4ndern angefordert und Kliniken in die Versorgung einbezogen werden, die nicht unmittelbar am Ereignisort liegen&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn7\"><sup>[7]<\/sup><\/a><sup>.<\/sup><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das Gesundheitslagebild als Fundament<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ohne verl\u00e4ssliche Informationen ist Krisensteuerung kaum m\u00f6glich. Bund und L\u00e4nder m\u00fcssen wissen, wie viele Intensiv- und Operationspl\u00e4tze verf\u00fcgbar sind, wo Blutprodukte, Beatmungsger\u00e4te, Schutzausr\u00fcstung oder bestimmte Medikamente lagern und welche Einrichtungen wegen Personalausf\u00e4llen oder Stromproblemen eingeschr\u00e4nkt arbeiten. Ebenso wichtig ist die Frage, wie viele \u00c4rztinnen, Pflegekr\u00e4fte, Rettungssanit\u00e4ter, Apotheker und andere Fachkr\u00e4fte kurzfristig eingesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein GeSiG sollte deshalb ein bundesweites Gesundheitslagebild rechtlich verankern. Es muss nahezu in Echtzeit aktualisierbar sein, darf aber nicht zu einer zus\u00e4tzlichen B\u00fcrokratiebelastung f\u00fchren. Der Hartmannbund schl\u00e4gt eine einheitliche digitale Datenbasis vor, die m\u00f6glichst auf bereits vorhandene Bestandsdaten zur\u00fcckgreift&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>. Genau darin liegt aber eine der gr\u00f6\u00dften praktischen Herausforderungen: Daten liegen heute in unterschiedlichen Systemen, werden nicht einheitlich definiert und sind h\u00e4ufig nicht miteinander kompatibel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesetz sollte daher gemeinsame Begriffe und Meldeformate festlegen. Was gilt als freie Behandlungskapazit\u00e4t? Wann ist ein Bett tats\u00e4chlich verf\u00fcgbar \u2013 und wann fehlt daf\u00fcr das Personal? Welche Daten m\u00fcssen Kliniken, Apotheken und Gesundheits\u00e4mter melden? Wie schnell m\u00fcssen sie aktualisiert werden? Und wer darf sie im Krisenfall abrufen? Zugleich muss der Datenschutz gewahrt bleiben. F\u00fcr die Steuerung von Behandlungskapazit\u00e4ten sind in der Regel keine personenbezogenen Patientendaten erforderlich. Wo individuelle Daten notwendig werden, etwa bei der Verlegung schwerkranker Menschen, braucht es klare Zweckbindungen, Zugriffsbeschr\u00e4nkungen und Protokollierung. Ein Krisengesetz darf nicht zum Einfallstor f\u00fcr eine unkontrollierte Ausweitung staatlicher Datennutzung werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Resilienz geh\u00f6rt au\u00dferdem die digitale Sicherheit. Krankenh\u00e4user und Gesundheits\u00e4mter m\u00fcssen auch dann arbeitsf\u00e4hig bleiben, wenn IT-Systeme verschl\u00fcsselt, Kommunikationsnetze gest\u00f6rt oder zentrale Plattformen nicht erreichbar sind. Papierbasierte Notfallverfahren, analoge Kommunikationsmittel, Ersatzrechenzentren und regelm\u00e4\u00dfige Wiederanlauf\u00fcbungen sollten deshalb nicht als technische Details behandelt werden, sondern als gesetzliche Mindestanforderungen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Behandlungskapazit\u00e4ten und Patientensteuerung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Krisenfall geht es nicht allein darum, zus\u00e4tzliche Betten aufzustellen. Entscheidend ist ein flexibles Gesamtsystem, das Personal, R\u00e4ume, Transportmittel, Material und Behandlungskompetenz zusammenf\u00fchrt. Ein Krankenhaus mit freien Betten ist nicht automatisch in der Lage, binnen Stunden schwerverletzte Patientinnen und Patienten zu versorgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das GeSiG sollte deshalb eine strategische Patientensteuerung erm\u00f6glichen. Dazu geh\u00f6ren regionale und \u00fcberregionale Verteilungspl\u00e4ne, abgestimmte Rettungsdienststrukturen sowie verbindliche Verfahren f\u00fcr die Verlegung von Patientinnen und Patienten. Das Deutsche \u00c4rzteblatt benennt als zentrale Themen unter anderem skalierbare Behandlungskapazit\u00e4ten, Patientenverlegungen, die Erfassung des Gesundheitspersonals und ein gesundheitliches Lagebild&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besondere Bedeutung haben die Universit\u00e4tskliniken, Berufsgenossenschaftlichen Kliniken, Bundeswehrkrankenh\u00e4user und weitere H\u00e4user mit hoher traumamedizinischer Expertise. Sie k\u00f6nnen als prim\u00e4re Zielkliniken f\u00fcr Schwerverletzte dienen, w\u00e4hrend andere Krankenh\u00e4user die sogenannte Sekund\u00e4rversorgung \u00fcbernehmen. Daf\u00fcr m\u00fcssen Behandlungsstufen, Transportwege und Zust\u00e4ndigkeiten im Voraus festgelegt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch die allt\u00e4gliche Notfallversorgung darf durch Krisenplanung nicht aus dem Blick geraten. W\u00e4hrend eines Massenanfalls von Verletzten m\u00fcssen weiterhin auch Herzinfarkte, Schlaganf\u00e4lle oder Geburten behandelt werden. Krisenresilienz bedeutet daher nicht, alle Ressourcen auf das spektakul\u00e4rste Szenario zu konzentrieren. Sie bedeutet, die Grundversorgung auch unter au\u00dfergew\u00f6hnlichen Bedingungen aufrechtzuerhalten. Die medizinischen Fachgesellschaften verlangen daher regelm\u00e4\u00dfige Schulungen und \u00dcbungen. Ihre Erfahrungen aus der Versorgung nach der Amokfahrt in Magdeburg zeigen, dass Vorbereitung einen erheblichen Unterschied machen kann. Zugleich weisen sie darauf hin, dass infrastrukturelle Voraussetzungen regional sehr unterschiedlich sind und \u00dcbungen f\u00fcr Katastrophen- und Kriegsf\u00e4lle bislang h\u00e4ufig keine gesicherte Finanzierung haben&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Gesundheitssicherstellungsgesetz<strong><em>&nbsp;<\/em><\/strong>sollte deshalb \u00dcbungspflichten mit Finanzierung verbinden. Eine Vorschrift, die regelm\u00e4\u00dfig trainieren l\u00e4sst, ohne die Kosten zu \u00fcbernehmen, w\u00e4re praktisch wirkungslos. Ge\u00fcbt werden sollten nicht nur einzelne Einrichtungen, sondern ganze Versorgungsketten: Leitstellen, Rettungsdienste, Krankenh\u00e4user, Apotheken, Pflegeheime, Gesundheits\u00e4mter, Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Bundeswehr.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Personal ist die knappste Ressource<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In jeder gr\u00f6\u00dferen Krise wird Personal zum Engpass. Medikamente und Ger\u00e4te helfen wenig, wenn niemand sie bedienen kann. Das gilt besonders f\u00fcr Pflegekr\u00e4fte, Intensivmediziner, Notfallsanit\u00e4ter, Apotheker, medizinisch-technische Assistenten und Logistikfachkr\u00e4fte. Das Gesetz sollte daher eine rechtssichere Erfassung personeller Ressourcen vorsehen. Dabei geht es nicht um eine pauschale Zwangsverpflichtung, sondern um Transparenz: Wer verf\u00fcgt \u00fcber welche Qualifikation? Wer kann in welchem Zeitraum eingesetzt werden? Welche Personen sind bereits an eine kritische Infrastruktur gebunden? Wie werden Arbeitszeit, Verg\u00fctung, Haftung, Versicherung und Freistellung geregelt?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr den Krisenfall m\u00fcssen au\u00dferdem Qualifikationsgrenzen gelten. Nicht jede medizinisch ausgebildete Person kann automatisch jede T\u00e4tigkeit \u00fcbernehmen. Das GeSiG sollte daher klar definieren, welche Aufgaben unter Aufsicht, nach kurzer Nachschulung oder nur bei akuter Gefahr im Verzug \u00fcbernommen werden d\u00fcrfen. Gleichzeitig braucht es Schutz vor pers\u00f6nlicher \u00dcberforderung und eine rechtliche Absicherung f\u00fcr Entscheidungen unter au\u00dfergew\u00f6hnlichem Zeitdruck.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Arzneimittel, Medizinprodukte und Lieferketten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Versorgung mit Medikamenten und Medizinprodukten ist ein weiterer Kernbereich. Deutschland ist bei zahlreichen Wirkstoffen, Vorprodukten und medizinischen G\u00fctern von internationalen Lieferketten abh\u00e4ngig. Konflikte, Exportstopps, Sabotage, Pandemien oder St\u00f6rungen der Transportwege k\u00f6nnen diese Abh\u00e4ngigkeiten sichtbar machen. Das GeSiG sollte zun\u00e4chst festlegen, welche Arzneimittel und Medizinprodukte als kritisch gelten. Dazu geh\u00f6ren nicht nur Antibiotika oder intensivmedizinische Medikamente, sondern auch Insuline, Narkosemittel, Dialyseprodukte, Blutgerinnungspr\u00e4parate, Schutzkleidung und Verbrauchsmaterialien. Die Liste muss regelm\u00e4\u00dfig aktualisiert werden und sich an realen Versorgungsszenarien orientieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine reine Bevorratung reicht nicht aus. Lagerbest\u00e4nde m\u00fcssen rotieren, verteilt und regelm\u00e4\u00dfig kontrolliert werden. Bund und L\u00e4nder brauchen eine gemeinsame Bedarfsanalyse, damit nicht an mehreren Orten dieselben Produkte gehortet werden, w\u00e4hrend andere Regionen leer ausgehen. Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie warnt daher ausdr\u00fccklich vor Versorgungsl\u00fccken und fordert eine abgestimmte Bedarfsplanung, um Doppelbevorratung zu vermeiden&nbsp;<a><\/a><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dar\u00fcber hinaus sollte das Gesetz Anreize f\u00fcr Produktion und Lieferf\u00e4higkeit schaffen. Der Verband schl\u00e4gt unter anderem Optionsvertr\u00e4ge und marktbasierte Pull-Anreize vor, damit Unternehmen im Bedarfsfall kurzfristig zus\u00e4tzliche Mengen herstellen k\u00f6nnen. Denkbar w\u00e4ren staatliche Abnahmegarantien, Vorhaltepr\u00e4mien, strategische Reserven oder eine europ\u00e4ische Beschaffung&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch Apotheken m\u00fcssen eine klare Rolle erhalten. Der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverb\u00e4nde ABDA fordert einen gesetzlichen Rahmen, der festlegt, welche Aufgaben \u00f6ffentliche Apotheken in Krisen- und Kriegsszenarien \u00fcbernehmen, wie sie gesch\u00fctzt werden und welche Sonderregelungen im Ernstfall gelten. Dazu k\u00f6nnten Notbetriebsmodelle, zentrale Verteilstrukturen, erleichterte Substitutionen und besondere Regeln f\u00fcr Rezeptbelieferung und Dokumentation geh\u00f6ren&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn13\"><sup>[13]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zivil und milit\u00e4risch gemeinsam planen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Verteidigungsfall stellt besondere Anforderungen. Deutschland w\u00e4re als NATO-Mitglied nicht nur f\u00fcr die Versorgung der eigenen Bev\u00f6lkerung verantwortlich, sondern m\u00fcsste auch alliierte Streitkr\u00e4fte medizinisch unterst\u00fctzen. Gleichzeitig k\u00f6nnten milit\u00e4rische Einrichtungen selbst Ziel von Angriffen werden oder ihre Kapazit\u00e4ten f\u00fcr zivile Patienten ben\u00f6tigen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medizinische Fachgesellschaften fordern deshalb eine klare zivil-milit\u00e4rische Zusammenarbeit. Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen m\u00fcssten gemeinsam mit den Landeskommandos der Bundeswehr entwickelt werden. Das betrifft die Nutzung von Krankenh\u00e4usern, Transportkapazit\u00e4ten, Sanit\u00e4tsmaterial, Rettungshubschraubern, Behandlungseinrichtungen und logistischer Infrastruktur&nbsp;<a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_edn14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei muss das GeSiG sorgf\u00e4ltig zwischen Kooperation und milit\u00e4rischer \u00dcberformung unterscheiden. Die zivile Gesundheitsversorgung darf nicht zu einer nachgeordneten Reserve der Streitkr\u00e4fte werden. Umgekehrt w\u00e4re es fahrl\u00e4ssig, die medizinischen F\u00e4higkeiten der Bundeswehr nicht in die gesamtstaatliche Planung einzubeziehen. Notwendig sind transparente Regeln f\u00fcr Priorit\u00e4ten, Zust\u00e4ndigkeiten und den Einsatz milit\u00e4rischer Mittel im zivilen Gesundheitswesen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Finanzierung und demokratische Kontrolle<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Krisenvorsorge kostet Geld \u2013 auch dann, wenn keine Krise eintritt. Lagerhaltung, Ersatzstromversorgung, IT-Sicherheit, bauliche Anpassungen, \u00dcbungen und zus\u00e4tzliches Personal verursachen laufende Ausgaben. Das GeSiG muss deshalb kl\u00e4ren, wer diese Kosten tr\u00e4gt. L\u00e4nder und Kommunen k\u00f6nnen die Aufgaben nicht allein finanzieren, wenn sie zugleich bundesweit einheitliche Standards erf\u00fcllen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Medizinische Fachgesellschaften fordern eine bundeseinheitliche Finanzierung der Notfall- und Katastrophenversorgung. Auch die industrielle Gesundheitswirtschaft w\u00fcnscht sich stabile Finanzierungsmodelle f\u00fcr Produktions- und Vorsorgestrukturen. Ein sinnvoller Ansatz w\u00e4re ein dauerhaft finanzierter Bundesfonds f\u00fcr gesundheitliche Krisenvorsorge, erg\u00e4nzt durch L\u00e4nder- und gegebenenfalls EU-Mittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gleichzeitig braucht es parlamentarische Kontrolle. Das Gesetz sollte Berichtspflichten, regelm\u00e4\u00dfige Evaluationen und eine unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfung der Ma\u00dfnahmen vorsehen. Weitreichende Eingriffe in Versorgungsstrukturen, Datenverarbeitung oder Berufsaus\u00fcbung m\u00fcssen zeitlich begrenzt, begr\u00fcndet und an \u00fcberpr\u00fcfbare Kriterien gebunden werden. Krisenkompetenz darf nicht mit einem dauerhaften Ausnahmezustand verwechselt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Die entscheidende Bew\u00e4hrungsprobe<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Gesundheitssicherstellungsgesetz (GeSiG) kann eine historische L\u00fccke schlie\u00dfen \u2013 wenn es mehr wird als ein Koordinierungsgesetz f\u00fcr den Tag X. Es muss die t\u00e4gliche Gesundheitsversorgung, die Katastrophenmedizin, die Pandemieplanung und die zivile Verteidigung zusammen denken. Dazu geh\u00f6ren klare F\u00fchrungsstrukturen, ein verl\u00e4ssliches Lagebild, skalierbare Behandlungskapazit\u00e4ten, gesch\u00fctztes Personal, sichere Lieferketten, robuste IT-Systeme und regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die entscheidende Frage wird nun sein, ob aus diesen Anforderungen ein finanzierter und praxistauglicher Rechtsrahmen entsteht. Ein Gesetzestext allein rettet im Krisenfall niemanden. Er kann aber daf\u00fcr sorgen, dass Menschen, Material, Informationen und Entscheidungen rechtzeitig dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Genau daran muss sich das GeSiG messen lassen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zusammenfassung &amp; Schlussfolgerung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das geplante Gesundheitssicherstellungsgesetz (GeSiG) soll eine bislang bestehende Regelungsl\u00fccke schlie\u00dfen. Es soll insbesondere:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zust\u00e4ndigkeiten von Bund, L\u00e4ndern und weiteren Akteuren festlegen,<\/li>\n\n\n\n<li>ein koordiniertes Vorgehen im Krisenfall erm\u00f6glichen,<\/li>\n\n\n\n<li>die medizinische Versorgung der Bev\u00f6lkerung sichern,<\/li>\n\n\n\n<li>die Unterst\u00fctzung der Streitkr\u00e4fte und die Versorgung im B\u00fcndnis- oder Verteidigungsfall regeln,<\/li>\n\n\n\n<li>Personal, Arzneimittel, Medizinprodukte und andere Ressourcen besser steuern,<\/li>\n\n\n\n<li>bestehende Vorsorge- und Krisenstrukturen miteinander vernetzen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber die unterschiedlichen Organisationen und Akteure hinweg zeichnen sich f\u00fcnf wiederkehrende Erwartungen an das k\u00fcnftige Gesetz ab:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Klare Zust\u00e4ndigkeiten und Eskalationsstufen<\/em>\u00a0f\u00fcr Pandemie, Katastrophe, B\u00fcndnis-, Spannungs- und Verteidigungsfall,<\/li>\n\n\n\n<li><em>Verbindliche Koordination<\/em>\u00a0zwischen Bund, L\u00e4ndern, Kommunen, Gesundheitswesen, Katastrophenschutz und Bundeswehr,<\/li>\n\n\n\n<li><em>Sicherung von Personal und Kapazit\u00e4ten<\/em>, einschlie\u00dflich Regeln f\u00fcr Einsatz, Ausbildung und gegebenenfalls Rekrutierung zus\u00e4tzlicher Kr\u00e4fte,<\/li>\n\n\n\n<li><em>Resiliente Infrastruktur und Lieferketten<\/em>, insbesondere bei Krankenh\u00e4usern, Arzneimitteln, Medizinprodukten, Energie, IT und Kommunikation,<\/li>\n\n\n\n<li><em>Dauerhafte Finanzierung und regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungen<\/em>, damit Krisenvorsorge nicht nur auf dem Papier besteht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref1\"><sup>[1]<\/sup><\/a><sup>&nbsp;<\/sup>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, \u201eRegierungspressekonferenz vom 1. Juli 2026\u201c vom 01.07.2026:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/regierungspressekonferenz-vom-1-juli-2026-2445786\">https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/suche\/regierungspressekonferenz-vom-1-juli-2026-2445786<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref2\"><sup>[2]<\/sup><\/a><sup>&nbsp;<\/sup>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bundesministerium der Verteidigung, \u201eSicherstellungs- und Vorsorgegesetze: Bundesregierung beschlie\u00dft Novellierung\u201c vom 01.07.2026:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/de\/aktuelles\/anpassung-sicherstellungs-vorsorgegesetze-6118032\">https:\/\/www.bmvg.de\/de\/aktuelles\/anpassung-sicherstellungs-vorsorgegesetze-6118032<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref3\"><sup>[3]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bundesministerium des Innern + Bundesministerium der Verteidigung, \u201eEckpunkte zur Novellierung der Sicherstellungs- und Vorsorgegesetze. Versorgung der Bev\u00f6lkerung einschlie\u00dflich der Streitkr\u00e4fte in Krise und Krieg\u201c vom 01.07.2026:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bmvg.de\/resource\/blob\/6118984\/65fe6b7e84929a747eae6ed0f2d3b768\/eckpunkte-zur-novellierung-der-sicherstellungs-und-vorsorgegesetze-data.pdf\">https:\/\/www.bmvg.de\/resource\/blob\/6118984\/65fe6b7e84929a747eae6ed0f2d3b768\/eckpunkte-zur-novellierung-der-sicherstellungs-und-vorsorgegesetze-data.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, \u201eBPI-Sicherheitsstrategie. Ein Weckruf f\u00fcr Deutschlands Versorgungssouver\u00e4nit\u00e4t im Kriegs- und Krisenfall\u201c vom 03.03.2026:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bpi.de\/alle-themen\/ansicht-themen-nachrichten\/bpi-sicherheitsstrategie-weckruf-fuer-versorgungssouveraenitaet\">https:\/\/www.bpi.de\/alle-themen\/ansicht-themen-nachrichten\/bpi-sicherheitsstrategie-weckruf-fuer-versorgungssouveraenitaet<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref5\"><sup>[5]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;siehe verschiedene Dokumente der Bundes\u00e4rztekammer + AG der \u00c4rztekammern zu einem Gesundheitssicherstellungsgesetz:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/inhalte-der-interessenvertretung\/regelungsvorhabensuche\/RV0019016\/316374\">https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/inhalte-der-interessenvertretung\/regelungsvorhabensuche\/RV0019016\/316374<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/130daet.baek.de\/data\/media\/BIc12.pdf\">https:\/\/130daet.baek.de\/data\/media\/BIc12.pdf<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref6\"><sup>[6]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;siehe Endnote 5<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref7\"><sup>[7]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a>Deutsche Interdisziplin\u00e4re Vereinigung f\u00fcr Intensiv- und Notfallmedizin (im Namen von 12 Gesellschaften), Pressemitteilung \u201eZeit zum Handeln: Fachgesellschaften fordern umgehende Notfallreform und Verbesserung der Krisenversorgung\u201c vom 28.02.2025:&nbsp;<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news848239\">https:\/\/idw-online.de\/de\/news848239<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref8\"><sup>[8]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Hartmannbund, \u201eBeschluss Nr. 11. Gesundheitssicherstellungsgesetz unverz\u00fcglich auf den Weg bringen!\u201c vom 11.11.2023:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.hartmannbund.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/2023-11_HV_NR_11_Gesundheitssicherstellungsgesetz-unverzueglich-auf-den-Weg-bringen.pdf\">https:\/\/www.hartmannbund.de\/wp-content\/uploads\/2023\/11\/2023-11_HV_NR_11_Gesundheitssicherstellungsgesetz-unverzueglich-auf-den-Weg-bringen.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref9\"><sup>[9]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Deutsches \u00c4rzteblatt, \u201eRechtliche Grundlagen f\u00fcr Krisenresilienz sollen im Sp\u00e4tsommer kommen\u201c (Gisela Gross) vom 10.07.2026:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/news\/rechtliche-grundlagen-fur-krisenresilienz-sollen-im-spatsommer-kommen-3ac3672b-6e7a-4eab-b708-0bc88fdaa9aa\">https:\/\/www.aerzteblatt.de\/news\/rechtliche-grundlagen-fur-krisenresilienz-sollen-im-spatsommer-kommen-3ac3672b-6e7a-4eab-b708-0bc88fdaa9aa<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref10\"><sup>[10]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;siehe Endnote 7<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref11\"><sup>[11]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie, \u201eStellungnahme des BPI zu den Leitfragen der AG 2 \u201aMedizinische Gegenma\u00dfnahmen einschlie\u00dflich CBRN\u2018 im Rahmen des Gesundheitssicherstellungsgesetzes (GeSiG)\u201c [vom 15.09.2025]:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/media\/4d\/f9\/700144\/Stellungnahme-Gutachten-SG2602250009.pdf\">https:\/\/www.lobbyregister.bundestag.de\/media\/4d\/f9\/700144\/Stellungnahme-Gutachten-SG2602250009.pdf<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref12\"><sup>[12]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;siehe Endnote 11<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref13\"><sup>[13]<\/sup><\/a><sup>&nbsp;<\/sup>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Pharmazeutische Zeitung, \u201eGesundheitssicherstellungsgesetz. ABDA in Erarbeitung des GeSiG eingebunden\u201c (Melanie H\u00f6hn) vom 06.07.2026:&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\nhttps:\/\/www.pharmazeutische-zeitung.de\/abda-in-erarbeitung-des-gesig-eingebunden-166512\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"applewebdata:\/\/89124EB4-81AA-46BD-876D-8FFD1B2C6533#_ednref14\"><sup>[14]<\/sup><\/a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;siehe Endnote 7<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der neue Bundesgesundheitsminister Dr. Carsten Linnemann mit seinen Staatssekret\u00e4ren \u00a9 Copyright: BMG\/Xander Heinl<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4587,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"episode_type":"","audio_file":"","podmotor_file_id":"","podmotor_episode_id":"","cover_image":"","cover_image_id":"","duration":"","filesize":"","filesize_raw":"","date_recorded":"","explicit":"","block":"","itunes_episode_number":"","itunes_title":"","itunes_season_number":"","itunes_episode_type":"","footnotes":""},"categories":[90,429],"tags":[],"ppma_author":[562],"class_list":["post-4585","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-berlin","category-kolumnisten","author-volker-bahr"],"blocksy_meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.7 - 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